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Nostalgie, Nordlicht und neue Flüge

vor 11 Minuten
3 Min. Lesezeit


Die erstaunliche Erfolgsstory von Finnair – zu Gast beim LPC Nord

 


Jan Pellinen, Regional Manager bei Finnair für die D-A-CH Region und Slowenien
Jan Pellinen, Regional Manager bei Finnair für die D-A-CH Region und Slowenien

Am 7. Oktober schlug Jan Pellinen, Regional Manager bei Finnair für die D-A-CH Region und Slowenien, für den LPC Nord den Bogen von der traditionsreichen Geschichte der Airline bis hin zu spannenden Plänen vom Drehkreuz Helsinki. Für Jan Pellinen als „Hamburger Finne“ für Zentraleuropa war die Präsentation in Hamburg übrigens ein Heimspiel.

Schließlich hat er hier sogar studiert.


Bereits am 1. November 1923 begann die Erfolgsstory einer der ältesten Airlines, die seit der Gründung kontinuierlich in Betrieb ist, bis zum heutigen Stand als oneworld-Mitglied. Startete sie vor 103 Jahren unter dem Namen Aero O/Y, wurde sie erst 1968 in Finnair umbenannt. Für die meisten von uns war die Info, dass der bis heute gültige IATA-Code „AY“, den Finnair 1968 erhielt, tatsächlich von dem ursprünglichen Namen Aero O/Y herrührt, eine erstaunliche Erkenntnis.

 

Bald entwickelte sich die kleine finnische Fluggesellschaft zum internationalen Network Carrier mit einer Flotte von 80 Maschinen und 16 Inlandsziele sowie 101 internationalen Zielen in 40 Ländern. Mit einer Junkers F 13 startete der erste kommerzielle Flug von Helsinki-Tallin, beladen mit Post. Mit 269 Passagieren im ersten Jahr war noch Luft nach oben, bis die Airline 1949 der IATA beitrat. Den ultimativen Auftrieb mit 100.000 Passagieren erhielt sie 1952, als in Helsinki die Olympischen Sommerspiele stattfanden.

 

Hamburg und Düsseldorf wurden als deutsche Flugziele angesteuert. 1960 begann mit einer Caravelle das Zeitalter der Jets, 1968 verzeichnete „Finnair Oy“ bereits eine Million Passagiere. Nur ein Jahr später fanden die ersten Flüge über Amsterdam nach New York statt. Zwischen 1976 und 1999 wurde mit dem ersten Direktflug nach Bangkok das Streckennetz auf Asien erweitert, 1983 nonstop Helsinki nach Tokio über den Nordpol mit Extratanks, 1988 gefolgt von Helsinki - Peking. Somit zählt Finnair zu den Pionieren einer Flugverbindung zwischen Europa und Asien.

 

Nach Jahren der Expansion und Investition – u.a. 200 Millionen Euro 2014 – wurde 2015 der erste Airbus A350 geliefert und beförderte Finnair damit zur ersten europäischen Airline, die diesen Typ fliegt. Doch auch Rückschläge musste Finnair einstecken. Nachdem sie 2017 fast 12 Millionen Passagiere verzeichnen konnte, wurde sie 2020 durch die Pandemie ausgebremst. Nach Russlands Invasion der Ukraine und der dadurch bedingten Sperrung des russischen Luftraums musste eine neue Streckenführung gefunden werden.

 

Neu bei Finnair ist die Strecke Helsinki - Melbourne (seit 24. Oktober 26 täglich), mit Stopover in Bangkok. Die Flugzeit von Deutschland beträgt 26 Stunden. Die drei Topziele der insgesamt 95 Flüge ab Deutschland sind Finnland, Japan und Korea. Mit 24 Prozent liegt Hamburg nach Berlin an zweiter Stelle der Deutschlandflüge. „Wir verkaufen mehr Flüge nach Helsinki als je zuvor. Mit Weiterflug ist besonders Lappland sehr beliebt“, sagt Pellinen. „Um das Weihnachtsmanndorf zu besichtigen und das Nordlicht zu bewundern. Ansonsten bleiben 75 Prozent der Passagiere aus Hamburg in Helsinki.“

 

Finnair beim LPC in Hamburg zu Gast.
Finnair beim LPC in Hamburg zu Gast.

Eine Besonderheit der Flotte aus 80 Flugzeugen sind die exakt baugleichen Maschinen, darunter 18 A350, und die breitesten Sitze in der Eco. Ein stressfreies Erlebnis soll auch der Helsinki Vantaa Airport bieten, der bewusst nur einen Terminal hat, von dem man die Flieger bequem erreichen kann. Geöffnet ist der Airport 24/7 an 364 Tagen. Nur am 25. Dezember bleibt er geschlossen.

 

Für die Zukunft hat Finnair mit der CO2-Neutralität bis 2045 ein ambitioniertes Ziel.

  

Text/Foto: Dagmar Gehm



Airliner-Impressionen, die unser Mitglied Till Bartels bei einer Winterreise nach „Finnisch Lappland“ gesammelt hat:




 
 
 

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