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Topthema Drohnenabwehr

  • LPC
  • 22. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

LPC Mediennetzwerk bietet Hintergrund



Am 1. Dezember trafen sich LPC-Mitglieder in Berlin im Hauptstadtbüro des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu einem spannenden Hintergrundgespräch. Das Thema: Drohnenabwehr. Unser Gesprächspartner war Daniel Sülberg, der Leiter des Nationalen Erprobungszentrums für unbemannte Luftfahrtsysteme im DLR.


Das Thema bewegt die Öffentlichkeit und uns Journalisten. Nicht nur an Flughäfen zeigen aktuelle Ereignisse, dass die Detektion von unerwünschten Drohnen und ihre Abwehr immer wichtiger werden. Wir wollten erfahren, wie sich Drohnen aufspüren und bekämpfen lassen.


Daniel Sülberg gab zunächst einen Überblick über die Arbeit des DLR am Standort Cochstedt (Sachsen-Anhalt), wo sich das Nationale Erprobungszentrum für unbemannte Luftfahrtsysteme befindet und wo ideale Bedingungen zur Erprobung von Drohnen und eben auch zur Entwicklung von Abwehrmaßnahmen gegen sie bestehen. Hier erforscht und entwickelt das DLR Technologien zur Drohnenerkennung und zur Drohnenabwehr. Dazu zählen Methoden, die Drohnen orten, verfolgen und daraus ein Lagebild erstellen. Und Methoden, die unerwünschte Drohnen unschädlich machen.


Im Hintergrundgespräch, das in Teilen „off the records“ war, erläuterte Sülberg ausführlich, welche technischen Möglichkeiten existieren, um Drohnen zu verwirren, zu rammen oder einzufangen. So zeigt er beispielsweise im Video, wie eine Abfangdrohne die Verfolgung aufnimmt und eine fremde Drohne zum Absturz bringt oder sie in der Luft einfängt. Außerdem können Drohnen mit Störsignalen am Weiterflug gehindert werden. Das kann durch Jamming (Störung des Funks bzw. der GPS-Signale) oder Spoofing (zielgerichtetes Fälschen des GPS-Signals) erfolgen, oder bei bekanntem Steuerprotokoll der Drohne auch durch Überlagerung der Steuersignale und direkte Übernahme der Drohnensteuerung.


Der Überführung in den Alltag sind jedoch auch durch die entstehenden Kosten Grenzen gesetzt, so dass sich die Drohnenabwehr auf besonders zu schützende Objekte konzentrieren muss, es aber eine flächendeckende Drohnenüberwachung wohl nicht geben wird.



Text: Lutz Buchmann Foto: DLR

 
 
 

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